Puzzleprojekt: Frühlingswiese

Dank geringem Arbeitsaufkommen und Omabesuch der Kinder konnte ich ein weiteres Projekt für eine Seite meines interaktiven Bilderbuchs, das noch im Entstehen ist, abschließen: was zum Puzzeln!

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Das Ganze hat zwei Versuche und einige Stunden gebraucht, aber ich bin recht happy über das Ergebnis. Die Puzzleteile habe ich mit einer Stanzschablone von My Favorite Things gemacht, und der Rest war viel Maskier- und Schablonierarbeit.

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How To

Ich habe ein Stück Cardstock auf 18,5 x 14 cm zurechtgeschnitten (passt dann problemlos auf eine meiner Bilderbuchseiten), die Puzzlestanze darauf halbwegs mittig ausgerichtet und die Ecken leicht mit Bleistift markiert, um später zu wissen, in welchem Rahmen sich meine Szene bewegen muss.

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Anschließend habe ich die Wiesenszene geplant. Da ich später sehr viel maskiert habe, habe ich für die Planung gleich meine bereits vorbereiteten Masken benutzt (ich mache gerne Masken auf Vorrat, noch ohne ein bestimmtes Projekt im Kopf zu haben). Viele der Masken sind schon recht bunt, was damit zusammenhängt, dass ich bereits einen ersten Versuch hinter mir hatte, mit ihm aber nicht zufrieden war.

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Da ich von unten nach oben schabloniert habe, habe ich erst den untersten Teil der Szene aufgelegt. Anschließend habe ich überlegt, wo der unterste Hügel hinkommen soll – um die Hügel zu schablonieren, habe ich meine selbstgemachten Schablonen verwendet (und immer zwei davon zusammengestückelt, um die komplette Papierbreite abdecken zu können). Um die Schablone nach dem Stempeln wieder am richtigen Platz aufzulegen, habe ich links und rechts zwei feine Bleistiftmarkierungen gemacht.

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Auf die Masken habe ich dann die Stempel gelegt, die praktischerweise beim Schließen des Stamp Tools von dessen Deckel aufgenommen werden und dann bereits am richtigen Platz sind. Geht alles auch mit einem Acrylblock, ist aber etwas schwieriger (man muss wahnsinnig genau arbeiten, der Stempelabdruck muss beim ersten Mal gelingen).

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Dann habe ich alles gestempelt. Der Baum soll hinter der Katze stehen, ihn habe ich also zuletzt gestempelt (und die Katze zuvor maskiert).

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Als nächste habe ich das Projekt vom Stamp Tool auf mein Craft Sheet transferiert, die Schablone an den Markieren angesetzt und mit etwas Klebeband fixiert, die Bleistiftlinien wegradiert (das ist wichtig, sonst konserviert man sie unter der Farbe – und man sieht sie noch) und alle Stempelabdrücke maskiert.

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Zum Schablonieren habe ich zwei Grüntöne und einen Schablonierpinsel benutzt. Ich habe die Farbe von oben (beginnend mit dem dunkleren Ton auf der Schablone selbst) nach unten gezogen, in kreisenden und stupfenden Bewegungen.

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Den helleren Ton habe ich dann ab circa der Mitte eingearbeitet, so dass der Hügel nach unten hin immer heller wird.

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Und so sah das Ganze dann aus:

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Beim nächsten Teil der Szene bin ich wieder genau gleich vorgegangen: Mit den Masken habe ich die Szene geplant (der schiefe Baum sollte ein Busch werden, der teilweise hinterm Hügel verschwindet). Ich habe nur jene Masken vom Durchgang zuvor entfernt, von denen ich sicher war, dass ich sie nicht mehr brauchen werde.

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Dann habe ich noch rasch eine Maske vom untersten Hügel angefertig: Ich habe die benutzte Schablone auf ein Stück einfaches Kopierpapier gelegt, mit Bleistift nachgezogen und mit einer Schere ausgeschnitten.

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Erneut habe ich – mittlerweile ist das Projekt wieder im Stamp Tool – die Stempel auf die Masken aufgelegt und mit dem Deckel des Stamp Tools aufgenommen, …

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… alles aufgestempelt, …

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… das Projekt aus dem Stamp Tool geholt und auf das Craft Sheet gelegt, …

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… und die nächste Hügelschablone aufgelegt. Guter Tipp: Beim Maskieren des unteren Hügels habe ich darauf geachtet, dass ein feiner Farbrand zu sehen ist. Beim ersten Versuch habe ich gedacht, es sei schlau, absolut genau abzudecken – und habe einen Hauch zu viel maskiert. Das Ergebnis: eine dünne weiße Linie zwischen den Hügeln. Sah echt nicht gut aus.

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Nach dem Schablonieren ging es in die dritte Runde: Wieder habe ich mit den Masken geplant, …

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… alles aufgestempelt, aus dem Stamp Tool geholt, auf das Craft Sheet gelegt, maskiert …

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… und entschieden, wo der letzte Hügel hin soll. Den habe ich dann rasch aufschabloniert.

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Runde vier ging ebenso vonstatten, bis ich diese Szene hatte, bei der nur noch der Himmel fehlt.

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Den habe ich dann ebenfalls schabloniert (nachdem ich alles darunter maskiert hatte). Hier bin ich mit nur einem Blauton ausgekommen.

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Mit meinen Chameleon Pens habe ich das Ganze dann koloriert.

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Tadaaa!

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Mit etwas wiederablösbarem Klebeband habe ich die Puzzlestanze erneut mittig platziert und das Ganze durch die Big Shot geschickt.

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Die Stanze ist ein Hit! Die Puzzleteile passen perfekt ineinander, und jedes Teil hat eine einzigartige Form, was das Puzzlen auch bei weniger detaillierten (bis einfärbigen …) Motiven ziemlich einfach macht.

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Da ja aber Kinderhände eines Tages dieses Puzzle zusammenschustern sollen, habe ich die Teile verstärkt – auch, damit man sie gut aus dem Rahmen bekommt. Also habe ich vier weiße Cardstockstücke in der Größe der Stanze hergenommen und aus ihnen das Puzzle erneut ausgestanzt.

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Dann habe ich alle gleichen Teilen aufeinandergeklebt (mehr zu dieser Technik gibt’s hier nachzulesen). Es ist ziemlich wichtig, dass man dabei so exakt wie nur möglich arbeitet, sonst kriegt man die Teile nämlich kaum mehr zusammen. Allerdings halten sie danach wirklich gut zusammen.

Hier sieht man den Stärkenunterschied der Teile recht gut: Links oben ein fertig zusammengeklebtes Teil, alle anderen Teile sind noch „einlagig“.

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Das fertige Puzzle wurde gleich von meinem älteren Kind getestet und für tauglich befunden.

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Den Rahmen habe ich auf ein Stück gleichgroßen Cardstock geklebt. Das Puzzle passt genau hinein.

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Allerdings fällt es auch leicht wieder raus, was gerade in einem Buch ziemlich ungünstig ist – man soll ja die Seite auch umblättern können. Deshalb habe ich auf den Rückseiten der meisten Teile kleine Stücke von selbstklebender Magnetfolie angebracht, ebenso wie innerhalb des Rahmens.

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Zuerst dachte ich, ein zentrales Stück genügt, da das Puzzle selbst ja wirklich fest zusammenhält und nur nicht aus dem Rahmen fallen sollte. Allerdings sind die Magnete zu schwach, um das Gewicht des Puzzles halten zu können, daher musste ich mehrere Stücke anbringen. Ich habe dafür sogenannte Takkis verwendet. Selbstklebende Magnetfolie gibt es aber auch in anderer Form, z. B. als A4-Blätter.

Am Ende war das Ziel jedenfalls erreicht: Das Puzzle hält im Rahmen.

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Benutzte Materialien

Papier

  • weißer Cardstock
  • Kopierpapier (auf einer Seite bereits benutzt; für die Masken)

Stanzen

Stempel

Stempelfarben

Schablonen

Werkzeug & Klebstoffe

Farben

 

 

 

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