Schlittenfahrt (Slider)

Eine interaktive Karte zu Weihnachten: Tiere, die Schlitten fahren. Wenig besinnlich, dafür was zum Spielen.

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Zieht man am Tab links, fährt der Schlitten hinter der Baumgruppe hervor.

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How To

Gearbeitet habe ich mit einer fertigen Klappkarte (B6) in Weiß, einem Stück Bristolkarton in Weiß und einem Stück Cardstock in Dunkelblau.

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Der dunkelblaue Cardstock sollte ein Nachthimmel werden – mit vielen funkelnden Sternen. Also habe ich eine Sternchenschablone über den Cardstock gelegt und mit ein wenig Malerkrepp auf der Unterlage fixiert. Mit einem speziellen Gel, das dem Transfer von Folien dient, habe ich dann die Sternchen aufschabloniert.

Weil die Schablone nicht breit genug war, musste ich das Ganze in zwei Durchgängen machen. Das ist recht zeitintensiv, weil das Gel erst komplett trocken sein muss, bevor man die Schablone ein weiteres Mal anlegen kann. Das dauert circa eine Stunde, das Gel wird dabei transparent.

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Sobald das Gel komplett durchgetrocknet ist, kann man mit dem Transfer der Folie beginnen (in diesem Fall via Laminiergerät). Wie man das genau macht, erfahrt ihr hier.

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Einen ähnlichen Effekt kann man übrigens auch mit anderen Techniken erzielen, z. B. mit dem Schablonieren von Glitterpaste. Oder man tupft sein Embossingkissen durch die Schablone aufs Papier und embosst dann in Silber (das wird aber nicht ganz so sauber). Eine weitere Möglichkeit ist das Verwenden von Embellishment Mousse, die einen metallischen Look erzeugt und dem hier recht nahe kommt.

Das Papier habe ich dann aufs Kartenformat zurechtgestutzt und mithilfe einer Stanze zwei Schlitze ausgeschnitten – in der verläuft nachher das Band für den Slidermechanismus. Kann man natürlich auch mit dem Cutter machen!

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Der Vorteil der Stanze ist, dass die beiden Schlitze sehr exakt und auf derselben Höhe geraten – aber auch das schaffen Talentierte (und weniger Faule als ich) mit einem Cutter.

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Durch die Schlitze zieht man nun ein passend zurechtgeschnittenes Stück Folie. Ich habe dafür ein Stück eines Gefrierbeutels verwendet. Damit der Mechanismus am Ende reibungslos und zuverlässig funktioniert, darf die Folie nicht zu stark sein (Windradfolie z. B. eignet sich nicht, beim Umschlagen bei den Kurven knickt sie und lässt sich nicht mehr gut hin- und herschieben). Zu labbrig sollte sie allerdings auch wieder nicht sein, weil sie sonst durchhängt und kaum zu bewegen ist. Ums Ausprobieren kommt man also nicht herum. Aber die gute Nachricht ist: Man kann sozusagen Abfall verwenden. Der Gefrierbeutel, den ich verwendet habe, war bereits zum Wegschmeißen vorgesehen.

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Der Folienstreifen wird nun zu einer Schlaufe geschlossen. Ich habe dafür ein paar Streifen doppelseitiges Klebeband verwendet, andere schwören auf kleine Heftklammern.

Die Klebestelle muss am inneren Schlitz liegen, da sie nicht durch die Schlitze rutschen kann und den Mechanismus daher beeinträchtigen würde.

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Mit einer weiteren Schicht doppelseitigem Klebeband habe ich dann den Pull-Tab – also den Streifen Cardstock, an dem man später zieht –  auf der Folienschlaufe befestigt.

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Mit zwei Streifen Abstandsklebeband baut man sich nun einen Sliderkanal. Das blaue Stück Cardstock wird nämlich später auf die Karte geklebt, und mit dem Foam Tape schafft man den fürs reibungslose Gleiten nötigen Raum. Zwischen Klebeband und Pull-Tab sollte etwas Luft bleiben. Noch lässt man die Schutzfolie auf der oberen Seite des Klebebands dran.

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Auch die Ränder des Panels habe ich mit Foam Tape versehen, damit alles später auf derselben Höhe ist.

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Für die Schneelandschaft auf der Vorderseite habe ich mit einer Stanze Hügel aus einem Stück weißen Cardstock ausgestanzt.

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Das Panel habe ich dann auf die Karte geklebt. Beim unteren Hügel habe ich mit der Schere einen Teil weggeschnitten, damit die Sliderschleife nicht behindert wird.

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Zeit, den Schlitten zu machen: Das Motiv habe ich mit Memento (diese Tinte verträgt sich gut mit alkoholbasierten Markern, und genau solche habe ich fürs Kolorieren verwendet) auf ein Stück Cardstock gestempelt.

Anschließend habe ich Alkoholmarker verwendet, um alles auszumalen.

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Das Motiv habe ich dann dreifach ausgestanzt: einmal die kolorierte Version und zweimal „leer“. Die drei Stanzteile habe ich mit Flüssigkleber übereinander festgeklebt, um Dimension zu gewinnen.

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Auf die Rückseite des Stanzteils habe ich mithilfe von doppelseitigem Klebeband einen Streifen fester Folie angebracht.

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So lässt sich der Schlitten nämlich auf dem Mechanismus befestigen.

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Da der Schlitten aber locker-flockig über den Schneehügel rechts düsen können soll, muss er etwas Abstand dazu haben. Also habe ich den Folienstreifen mit ein paar dreidimensionalen Klebepads versehen.

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Anschließend habe ich den zweiten Hügel, der im Vordergrund stehen soll, angebracht. Auch der muss wiederum genügend Abstand zum Schlitten und zum Slidermechanismus haben, damit alles funktioniert. Es sind also eine Menge Klebepads zum Einsatz gekommen, wobei ich darauf geachtet habe, keine dorthin zu kleben, wo die Folie Raum zum Sliden braucht.

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Ist alles an Ort und Stelle, zieht man die Schutzfolien ab und klebt den zweiten Hügel (hier links im Bild im Anflug) auf.

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Aus Cardstockresten in zwei Grüntönen habe ich ein paar Tannen ausgestanzt.

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Dann habe ich die Bäume so arrangiert, dass sie den Schlitten teilweise verdecken. Dazu habe ich für die hintere Baumreihe dreidimensionale Klebepads und für die vordere Reihe Flüssigklebstoff verwendet.

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Weil mir der Cardstockstreifen – der Pull-Tab – zu instabil vorgekommen ist, habe ich ihn mit einem Stück fester Folie (angebracht mit doppelseitigem Klebeband) verstärkt.

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Zum Schluss habe ich aus einem Rest des blauen Cardstocks ein Rechteck geschnitten, auf das ich in Silber den Spruch „bring on the merry“ embosst habe. Auf das kleine Stück des Pull-Tabs, das links hervorlugt, habe ich noch mit weißer Pigmenttinte einen winzigen Pfeil gestempelt.

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Zieht man nun am Pull-Tab, fährt der Schlitten hinter der Baumgruppe hervor und den Hügel hinunter; dass er tatsächlich ein wenig abwärts fährt, liegt daran, dass die Folie, die ich für den Slidermechanismus verwende, eigentlich einen Tick zu labbrig war. Sie hängt also etwas durch – was insgesamt nicht so günstig ist, aber den netten Downhill-Effekt erzeugt.

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Für die Massenproduktion eignet sich so eine Karte eher weniger, weil sie enorm zeitaufwendig und ziemlich fuzzelig ist. Aber cool ist sie 🙂

Benutzte Materialien

Papier/Folie

  • Cardstock(reste) in Weiß, Blau und Grüntönen
  • feste Folie (z. B. Windradfolie)
  • mittelfeste Folie (z. B. starker Gefrierbeutel)

Stanzen

Stempel

Stempelfarben

Embossing

Schablonen

Werkzeug & Klebstoffe

Embellishments

Farben

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