Alkoholtinten-Trio / Alcohol Ink Trio

Alkoholtinten eignen sich hervorragend dazu, um im Handumdrehen hübsche Hintergründe zu zaubern. Das ideale „Papier“ für diese Tinten ist allerdings aus Kunststoff und eher auf der hochpreisigen Seite: Es nennt sich Yupo Paper, ist seidig-glatt und nicht porös.

Alcohol inks are perfect for creating fast and pretty backgrounds. The ideal „paper“ for these inks is actually synthetic and quite expensive. It’s called yupo paper, silky and soft to the touch, and non-porous.

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Kein Hintergrund ist wie der andere, und eine Vielzahl von Techniken machen das Arbeiten mit Alkoholtinten zum abwechslungsreichen Vergnügen.

No background is the same, and the numerous techniques make working with alcohol inks real fun.

How to

Neben den Tinten und dem Yupo Paper empfiehlt es sich, auch eine alkoholische Lösung und/oder Haushaltsalkohol parat zu haben. Warum? Erkläre ich gleich.

Besides from inks and yupo paper, it’s good to have alcohol blending solution and/or rubbing alcohol. Why? I’ll explain.

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Handschuhe sind übrigens auch eine gute Idee, die Alkoholtinten haften nämlich bestens auf der Haut (und auf Kleidung – das Lieblingsshirt, das ja keine nie wieder auswaschbaren Flecken bekommen soll, bleibt beim Arbeiten mit diesen Tinten besser im Schrank). Ganz wichtig: Solange man mit den Tinten arbeitet, sollte man für eine gute Belüftung des Raums sorgen, die Dämpfe sind nämlich nicht ohne.


Another good idea: gloves. Alcohol inks stay on your skin for days (and they will stain your clothes forever – so don’t wear that favourite shirt of yours when working with these inks). Very important: Make sure you room is well ventilated as the fumes of the inks are not healthy.


Für den ersten Hintergrund habe ich erst nur zwei, drei Tropfen blaue Tinte auf ein Stück Yupo Paper fallen lassen. Alkoholtinten sind sehr ergiebig.


For the first background, I dripped just two or three drops of ink onto the yupo paper. A little goes a long way.

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Nachdem ich der Tinte einige Augenblicke gegeben habe, in denen sie sich von selbst ausbreitet, habe ich ein wenig Lösung aufgetropft. Die Lösung hellt die Farbe der Tinte auf und verflüssigt sie.


After I waited for a few moments and let the ink do its thing on its own, I added a few drops of blending solution. The solution not only lightens up the colour of the ink, but also moves it around.

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Wieder habe ich alles einige Augenblicke einfach liegen lassen und abgewartet, was von alleine geschieht. Dann habe ich weitere Farben aufgetropft und den Hintergrund einfach zum Trocknen zur Seite gelegt.


Again, I let the ink and the solution do their thing for a few moments before I added more colours and put the background aside to let it dry.

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Anstatt mit der Tinte zu beginnen, kann man auch zuerst ein paar Spritzer Haushaltsalkohol (die Lösung funktioniert auch, aber der Putzalkohol ist günstiger) über das Yupo Paper geben und dann Tinte auftropfen.


Instead of adding ink first, you can also prepare your yupo paper with some splashes of rubbing alcohol (or you use the blending solution, which also works fine, but the rubbing alcohol is less expensive) and add your ink afterwards.

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Der Reinigungsalkohol sorgt dafür, dass die Tinten mühelos ineinander verlaufen; man kippt einfach nur das Papier leicht hin und her.


If added on top of rubbing alcohol, the inks blend well and effortlessly. You just carefully tilt your paper from side to side.

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Den nächsten Hintergrund habe ich auf dieselbe Art gemacht wie den ersten: ein wenig Tinte (dieses Mal Spritzer statt Tropfen) aufs Yupo Paper, anschließend ein wenig Alkohollösung darauf und trocknen lassen.


I used the same technique for the next background as I did for the first: I applied a bit of alcohol ink onto the yupo paper (I squirted it on instead of letting it drip), added some drops of blending solution, and set it aside to dry.

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Für diesen gelb-orangen Hintergrund habe ich abwechselnd Tinten und Alkohollösung aufgetropft – so lange, bis mir das Ergebnis gefallen hat.


To creat this yellow-orange background, I alternately added drops of inks and blending solution to the yupo paper. I kept doing this until I was happy with the result.

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Insgesamt habe ich auf diese Art(en) sechs Hintergründe gemacht. Drei davon habe ich gleich in Karten verwandelt, den Rest habe ich zwischengelagert (und mittlerweile ebenfalls für Karten verwendet).


In total, I made six backgrounds. I turned three of them directly into cards and stored the rest for future cards.

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Die drei Hintergründe, die ich ausgewählt habe, sind alle recht intensiv und lebhaft. Einerseits wollte ich möglichst viel davon erhalten, andererseits sollte auch alles, was ich noch hinzugefügt habe, nicht untergehen. Daher habe ich zu Transparentpapier gegriffen – das hebt sich zwar ab, aber nicht allzu prominent.


The three backgrounds I chose are all very busy. I didn’t want to cover up too much of them but I also wanted to make sure that all I added stands out. So I decided to use vellum which contrasts with the background in a visible, but still subtle way.

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Auf das (zuvor mit meinem Antistatik-Tool präparierten) Transparentpapier habe ich mit VersaMark gestempelt und die Abdrücke mit Embossing Powder in Silber bzw. Gold embosst.


I used VersaMark to stamp onto the vellum (which I prepared with my anti-static tool) and heat-embossed the images with embossing powder in silver resp. gold.

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Die Blätter habe ich mit den dazugehörigen Stanzen ausgeschnitten, die große Kuvertcollage habe ich mit meinem Papierschneider in Streifen geschnitten.


I used the coordinating dies to die-cut the leaves and cut the envelope background into strips by using my paper trimmer.

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Wenn man mit Transparentpapier oder Pergament arbeitet, stellt sich immer eine Frage: Wie befestigen, ohne dass man den Klebstoff sieht? Bei Streifen ist es einfach: Vorausgesetzt, sie sind lang genug, kann man sie einfach auf der Rückseite des Panels ankleben. Das hat auch den Vorteil, dass sie auf der Vorderseite sozusagen ein wenig schweben.


When it comes to working with transparent paper or vellum, one big question always is: How do you adhere it without any glue showing? With strips, it’s easy: If they are long enough, you simply wrap them around the panel and adhere them on the back. This also creates a kind of floating effect on the front side.

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Bei diesen Blättern liegt der Fall etwas anders, doch zum Kleben komme ich später. Erst habe ich nämlich noch eine weitere Technik angewandt: Stempeln. Allerdings habe ich nicht mit Tinte auf den Hintergrund gestempelt, sondern mit einer speziellen Lösung, die die Alkoholtinte entfernt bzw. auf den Stempel überträgt (man kann mit ihm dann erneut auf ein anderes Blatt stempeln und die aufgenommene Tinte nochmals verwenden).


It’s a bit different with these leaves, but I come back to the adhering part in a minute. First, I used another technique: stamping. But instead of stamping with ink onto the background, I used a special fluid to lift the alcohol ink from the panel. The ink ends up on the stamp, and you can reuse it by stamping on another piece of yupo.

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Die spezielle Lösung – Alcohol Lift Ink genannt – wird wie normale Stempelfarbe verwendet. Gestempelt habe ich mit einem Acrylblock. Der Alkoholtintenhintergrund muss für diese Technik komplett trocken sein. Hat man gestempelt, sieht man zunächst nicht viel, aber die Spezialflüssigkeit tut bereits ihre Arbeit. Einfach ein paar Augenblicke warten und dann mit einem weichen, sauberen Tuch oder einem Stück Küchenpapier erst dort tupfen, wo gestempelt wurde und danach sanft reiben, bis der Stempelabdruck sichtbar wird.


The special fluid – it’s called alcohol lift-ink – is used like normal ink. I used an acrylic block to stamp. Make sure your alcohol ink background is completely dry before stamping. Once you’ve stamped, you may not see anything at once, but the special ink is already doing its job. Just wait for a few moments, then use a soft and clean cloth or a paper towel to dab over the spot you stamped on. After a few dabs, you can gently rub over whatever you’ve stamped – and the image will appear.

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Dasselbe habe ich auch bei dieser Karte gemacht.


I did the exact same thing for this card.

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Auf alle drei Karten habe ich dann noch ausgestanzte Wörter bzw. Buchstaben gesetzt (jeweils mehrfach ausgestanzt und aufeinandergeklebt, um mehr Dimension zu erhalten).


I added die-cut words resp. letters to all three cards. For more dimension, I die-cut everything several times and stacked it.

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Das Wort „wonderful“ habe ich embosst, um die Illusion eines Metallstücks zu erzeugen. Hier lässt sich nachlesen, wie ich dabei genau vorgegangen bin.


I heat-embossed the word „wonderful“ to create the illusion of a metall die-cut. If you want to know how to do this, you can read more on this topic here.

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Zurück zum Kleben: Am einfachsten ist das „unsichtbare Aufkleben“ von Transparent- oder Pergamentpapier, wenn man die komplette Rückseite davon mit dünnen, doppelseitig klebendem Papier bedeckt. Bei diesen Hintergründen habe ich allerdings schlicht mit einem Klebestift gearbeitet, weil mich die Sichtbarkeit der Klebestellen überhaupt nicht gestört hat – im Gegenteil, sie harmoniert sogar mit den wuseligen Hintergründen.

Um die Worte bzw. Buchstaben auf die Panels (und die Panels wiederum auf Klappkarten) zu kleben, habe ich Flüssigkleber benutzt.


Back to the topic of adhering: The easiest way to „invisibly adhere“ vellum is to use thin doublesided tape on its back (which is available as whole sheets – just die-cut the same thing from it and cover the back of the vellum die-cut completely). For these backgrounds, I didn’t do that but decided to use a glue pen. I not only didn’t mind that you can see the glue, I even appreciate it because it matches the busy backgrounds.

To adhere the words resp. letters onto the panels (and the panels onto the card bases), I used liquid glue.

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Da mir die Stempelarbeit auf der dritten Karte nicht hundertprozentig gefallen hat, habe ich die gleichen Worte noch mit ausgestanzten Buchstaben nachgebildet. Die Stanzen sind klitzeklein, und um mir das Aufkleben etwas zu erleichtern, habe ich einen Streifen Cardstock mit doppelseitigem Klebeband (konkret: doppelseitig klebenden dünnen Blättern) versehen und dann die Buchstaben daraus ausgestanzt. So erhält man eine Art Sticker, die sich leicht aufkleben lassen.


Because I wasn’t completely happy with the stamping on the third card, I decided to die-cut the same words and add them to the stamping. The dies are tiny, so I wanted to make the adhering of them easy and added a piece of adhesive sheet on the back of a strip of cardstock. I die-cut the letters from this prepared cardstock and was left with kind of stickers which are very easy to adhere.

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Benutzte Materialien / Supplies I Used

Papier / Paper

Stanzen / Dies

Stempel / Stamps

Stempelfarben / Inks

Embossing / Heat-Embossing

Werkzeug & Klebstoffe / Tools & Adhesives

Farben / Paints & Pens

 

 

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Alkoholtinten-Trio / Alcohol Ink Trio

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